ich will nicht mehr
an dich denken
ich will nicht mehr
immerwieder und immerzu
meine aufmerksamkeit
an einen stummen geist verschenken
ich will auch nichts mehr wissen
was du tust und treibst
mit wem du telefonierst oder schreibst
dich triffst und nummern tauschst
mit wem du schäkerst
wem du nachschaust
und ich will dich nicht mehr
jede nacht
vermissen
ich will nicht mehr von dir träumen
mit offenen und geschlossenen augen
voll illusionen die fürs tageslicht nicht taugen
ich will nicht mehr warten
auf funkenflug und feuer
kostbar ist die zeit
und für hoffen viel zu teuer
ich will die beste chance meines lebens
nicht versäumen
mich interessiert nicht mehr
wen du belügst
wem du hoffnungen machst
wen bei laune du hältst
ob du aufrichtig lachst
oder dich verstellst
mit wievielen du spielst
in wieviele richtungen du schielst
und wen du feige betrügst
ich will dich auch nicht mehr verstehen
ob du stress hast oder not
angst vor liebe, vorm leben
oder angst vor dem tod
ob dich gerad irgendwas quält
ob dir lust oder doch die zeit oft fehlt
ob du mutig, ungerecht oder feige bist
wo du heute schläfst und isst
und welcher frau du heute zeichen gibst
ich will es nicht mehr sehen
ich will mich nicht mehr verlieren
in augen, die mich nicht sehn
die ständig suchen
nach grünerem gras
und jeden rock dabei fixieren
©Beate Oberlein
"NEIN" ist im Gedichtband "Eisnebelsommer" nicht enthalten.